Die Ayurveda-Küche

Rezepte unserer letzten Kräuterwanderung

Grüner Buttermilchkuchen

aus dem Wald und Wiesen-Kochbuch von Diane Dittmer, erhältlich in unserer Apotheke

Zutaten für 20 Stücke:

  • 60g Sauerampfer
  • 40g Portulak
  • 1 Bio-Zitrone
  • 400g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 400g Zucker
  • 500g Buttermilch
  • 2 Eier
  • 50g gehackte Pistazien
  • 2 Hände voll Schlüsselblumenblüten, Veilchenblüten und Rotkleeblüten
  • 150g Butter
  • Butter für das Backblech

Zubereitung:

Sauerampfer und Porttulak waschen und trocken schütteln, die Blätter fein hacken. Die Zitrone heiß waschen und abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Ein Backblech mit Butter einfetten.

Mehl, Backpulver, 300g Zucker in einer Schüssel mischen. Buttermilch, Zitronenschale, Sauerampfer, Portulak und Eier dazugeben und alles mit den Quirlen des Handrührgeräts verrühren.

Den Teig auf das Backblech geben und gleichmäßig verstreichen. Die Pistazien darüber streuen. Den Kuchen im Backofen (Mitte) bei 180 Grad (Umluft ohne Vorheizen) ca.15 Minuten backen.

Inzwischen die Blüten, wenn nötig abbrausen und abtropfen lassen. Größerer Blüten zerzupfen.

Den übrigen Zucker mit Zitronensaft verrühren und erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Butter darin zerlassen.

Den Kuchen herausnehmen, mit der gabel mehrmals einstechen und die Zitronenbutter gleichmäßig darüber träufeln, dann weitere 5 Minuten backen. Herausnehmen, mit den Blüten bestreuen und abkühlen lassen. Zum Servieren den Buttermilchkuchen in etwa 3x3 cm kleine Stücke schneiden.

Kartoffelsalat mit Wildkräutern

Zutaten:

  • 1 kg kleine festkochende Kartoffeln
  • Steinsalz
  • Pippali, langer Pfeffer
  • 200g Zuckerschoten
  • 4 handvoll Wildkräuter (Girsch, Knoblauchrauke)
  • 1 Bio-Zitrone
  • 50ml Birnen-oder Orangensaft
  • 1/2 Teelöffel Chiliflocken
  • 100ml Olivenöl
  • Kapern
  • Ahornsirup

Zubereitung:

Für den Kartoffelsalat die Kartoffeln waschen und in Salzwasser in ca. 25 Minuten weich kochen. Inzwischen die Zuckerschoten putze, waschen und in kochendem Wasser ca. 2 Minuten blanchieren. In ein Sieb abgießen, in einskaltem Wasser abschrecken und je nach Größe ganz lassen oder halbieren. Die Wildkräuter waschen, trocken schütteln und die Blätter abzupfen. Die Hälfte der Blätter grob schneiden. Die Zitrone heiß waschen und trocken reiben, die Schale dünn abreiben und den Saft auspressen.

Die zerkleinerten Wildkräuter, Zitronenschale und-saft, Birnensaft, Steinsalz, Ahornsirup, Chiliflocken, Pippali in einen hohen Rührbecher mit dem Stabmixer fein pürieren. Das Olivenöl mit einem Löffel unterrühren.

Die Kartoffeln abgießen, kurz ausdampfen lassen und pellen. Kartoffeln, Zuckerschoten, Kapern in eine Schüssel geben und mit der Kräuter-Vinaigrette mischen und mit den restlichen Kräutern und evtl. Gänseblümchen anrichten.

Polenta mit Bärlauchpesto

Zutaten:

für die Polentaschnitten:

  • 2 Tassen Maispolenta
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Rosmarin getrocknet
  • 1 MS Chilipulver

für das Bärlauchpesto:

  • 1 Bund frische Blattpetersilie
  • 1 Bund Bärlauch
  • 5 EL geröstete Sonnenblumenkerne
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Für die Polenta einen Topf erwärmen und die Polenta darin trocken anrösten. 6 Tassen Wasser dazugießen und die Polenta unter ständigem Rühren aufkochen lassen...Salz, Rosmarin und Chilipulver zufügen. Die Polenta 10 Minuten köcheln lassen, dabei weiterhin ab und zu rühren, damit sich ein sämige, klümpchenfreie Masse bilden kann.

Backofen auf 195 Grad (Umluft 175 Grad) vorheizen. Ein Backblech mit Olivenöl bestreichen und die Polenta darauf verteilen. Für das Bärlauchpesto, Bärlauch und Petersilie waschen, trockenschleudern und grob hacken.

Sonnenblumenkerne, Kräuter, Olivenöl, Salz, Pfeffer in einen Mixer zu einem Pesto fein hacken. Über die Polenta fein verstreichen. Die Polenta im heißen Backofen 10 Minuten backen. Nach dem Herausnehmen etwas abkühlen lassen und dann in Scheiben oder Rauten schneiden.

Die ayurvedische Küche

Die ayurvedische Küche macht das tägliche Kochen zu einem freudvollen und sinnlichen Aspekt im eigenen Leben. Die Zubereitung der köstlichen, bunten und gesunden Speisen, ist ein kreativer und spielerischer Prozess. Beim Kochvorgang spielen Intuition, Vorstellungskraft und die geistige Haltung des Kochs eine wichtige Rolle.

Die Hitze des Kochens ist ein alchimistischer Vorgang, in dem die Speisen, zu leicht verdaulichen Lebensspendern werden.
Die Energie des Zubereitenden geht automatisch in das Essen über, daher ist ein mit Liebe gekochtes Essen, aus ayurvedischer Sicht eine wichtige Voraussetzung. In der ayurvedischen Küche wird bevorzugt mit Ghee = geklärter Butter gekocht.

Ebenso bedeutend sind die ayurvedischen Gewürze, die den Stoffwechsel anregen und die Speisen leichter verdaulich machen. Ein ayurvedisches Menü besteht immer aus allen Geschmacksrichtungen, die den Körper und die Sinne harmonisieren.
Die ayurvedische Küche ist bevorzugt eine vegetarische Küche, die aus verschiedenen Speisen, wie Hülsenfrüchten, Getreide und Gemüse besteht. Grundsätzlich wird im Ayurveda immer frei „nach Gefühl“ gekocht und weniger mit Küchenwaage und Messbecher.