Die Ayurveda-Küche/ Rezepte

Der frühe Winter im Ayurveda


Die Vata-Jahreszeit ist angebrochen und der Wind pfeift um die Häuser. Laut Ayurveda befinden wir uns von Ende Oktober bis Ende Dezember im frühen Winter.

Der ansteigende Wind facht unser Agni = unser Verdauungsfeuer an und wir dürfen jetzt etwas mehr und reichhaltiger Essen (Ghee, Milchprodukte). Führen wir jetzt zu wenig Nahrung zu, dann geht unser Verdauungsfeuer an unsere kostbaren Reserven, die wir für den späten Winter benötigen. Der Körper wird dann geschwächt und ausgezehrt.

Weiterhin wird in dieser Jahreszeit das Dosha Vata in unserem Organismus angeregt...wir merken, dass der viele Wind uns unruhig und nervös macht und wir schneller frieren.



Kürbisspalten mit Zitronen-Kräuter-Kruste

Kürbis ist ein gutes Gemüse für das psychomentale Gleichgewicht - leicht verdaulich, es besänftigt Vata und stärkt den Geist.
Kürbis besitzt eine erdende Energie 
Mit seiner Gewebe- und Ojas-aufbauenden Qualität ist Kürbis eins der besten Gemüse um bei stressbedingten, degenerativen und neurologischen Erkrankungen zu helfen. Wir in den westlichen Ländern bedienen uns der Sorten: Butternut- und Hokkaido - Kürbisse.


Zutaten für 4 Personen:

700 g Kürbis
30 g Semmelbrösel
6 EL fein gehackte Petersilie
2 TL fein gehackter Thymian
1 TL Ajwain, indischer Thymian
Abgerieben Schale von 2 großen unbehandelten Zitronen
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
Steinsalz und Pippali (Langpfeffer oder schwarzer Pfeffer)
60 ml Olivenöl oder alternativ Ghee (geklärte Butter)
120 g Naturjoghurt, 3,5% Fett
1 EL gehackter Dill

Zubereitung:

Den Backofen auf 190°C vorheizen. Den Kürbis in 1 cm dicke Spalten schneiden und flach auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Für die Kräuterkruste die Semmelbrösel, Petersilie, Thymian, Ajwain, die Hälfte der geriebenen Zitronenschale, Knoblauch, etwas Steinsalz und etwas Pfeffer in einer kleinen Schüssel miteinander vermengen.
Die Kürbisspalten großzügig mit etwas Olivenöl einpinseln und mit der Krustenmischung bestreuen; darauf achten, dass die Spalten mit einer mehreren Millimeter dicken Schicht bedeckt sind und die Mischung sanft andrücken.
Das Blech in den Ofen schieben und die Kürbisspalten etwa 30 Minuten backen, bis der Kürbis gar ist (Einstechen mit dem Messer prüfen). Falls die Kruste zu sehr bräunt, etwas Backpapier darüber legen.
Joghurt mit etwas gehacktem Dill, etwas Steinsalz, Pippali und der restlichen Zitronenschale vermengen und zu den Kürbisspalten reichen.


Blumenkohl in Kokos- Safransosse

Blumenkohl in Kokos- Safransosse
Zutaten :

1 großer Blumenkohl
1 Zwiebel
1 Scheibe frischer Ingwer
1 EL Ghee
1 grüne Chilischote
1TL Cuminsamen/ Kreuzkümmel (frisch mörsern)
½ TL Kurkuma
½ TL Curry oder Garam masala
½ TL Koriandersamen (frisch mörsern)
1 Döschen gemahlenen Safran
1 Dose Kokosmilch
1 TL Agavendicksaft
Salz und Pfeffer nach Geschmack
etwas Zitronensaft
(50 ml Weißwein nach Bedarf)


Zubereitung:

Den Blumenkohl waschen und in Röschen teilen und im Gar- Topf langsam dämpfen.
Die Zwiebel, Chilischote und Ingwer fein hacken und mit Cumin – und Koriandersamen in Ghee anbräunen. Kurkuma und Currypulver hinzufügen.
Den Gewürzsud mit (Weißwein), etwas Blumenkohlwasser ablöschen, Kokosmilch unterrühren. Den noch etwas knackigen Blumenkohl hinzugeben und bei geschlossenem Deckel noch ca. 10 Minuten bei schwacher Hitze ziehen lassen.
Die restlichen Gewürze hinzugeben, zum Schluss, den in warmen Wasser eingeweichten Safran und mit Salz, Pfeffer, Agavendicksaft und etwas Zitronensaft abschmecken.
Dazu etwas Basmatireis reichen.

Rosenkohl gedämpft mit ayurvedischer Erdnusssoße

Rosenkohl gedämpft mit ayurvedischer Erdnusssoße

Ayurvedische Erdnusssauce
Für 3-4 Personen
Zutaten:
120 g Erdmussmuß
120 g Kokosmilch
1 EL Tomatenmark oder 60g passierte Tomaten 200 ml Wasser
1 EL Ghee
1⁄2 TL Kreuzkümmelsamen
1⁄2 TL Kurkuma
1⁄2 Chilischote nach Bedarf
1 Prise Asafoetida
Salz nach Bedarf
Zubereitung:
Erdnussmuß, Kokosmilch, Tomatenmark oder passierte Tomaten und Wasser in einen Standmixer geben und mixen. In einem Topf das Ghee erhitzen und die Kreuzkümmelsamen darin leicht anbraten. Die fein gehackte Chilischote und Asafoetida dazugeben und kurz mit braten. Anschließend die Flüssigkeit aus dem Mixer in den Topf geben, mit einem Schneebesen verrühren und mit Salz und Kurkuma würzen. 10 Minuten bei geringer Hitze kochen lassen bis die Soße eingedickt ist.
Rosenkohl
Gerne kann die Soße zu gedämpften Rosenkohl gereicht werden. Dafür Rosenkohl putzen, dämpfen und den fertigen Rosenkohl in einer Pfanne mit Ajwain, klein gewürfelter Zwiebel andünsten. Noch etwas Agavendicksaft dazugeben und mit Sojasoße ablöschen.

Schokoladencreme mit Seidentofu

Zutaten für 4 Portionen

  • 200 g Seidentofu 
  • 100 g Bitterschokolade, mind. 70-80% 
  • Mark einer halben Vanilleschote oder geriebene Tonkabohne
  • Rosenwasser nach Bedarf
  • 1 Prise Kardamom
  • 1 Prise Salz
  • 1-2 EL Ahornsirup
  • abgeriebene Schale einer Bio-Orange 

 

Zubereitung:

  • Die Schokolade in Stücke brechen und im Wasserbad schmelzen.
  • Den Seidentofu in eine Rührschüssel geben, Kardamom, Vanillemark oder geriebene Tonkabohne und Salz dazugeben und mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse mixen.
  • Die geschmolzene Schokolade dazugeben, nochmals mixen (Achtung: die Schokolade wird schnell wieder fest), dann Ahornsirup, Orangenschale, Rosenwasser dazugeben, ein letztes Mal mixen, fertig.
  • In sehr kleine Dessertgläser füllen und einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Die ayurvedische Küche

Die ayurvedische Küche macht das tägliche Kochen zu einem freudvollen und sinnlichen Aspekt im eigenen Leben. Die Zubereitung der köstlichen, bunten und gesunden Speisen, ist ein kreativer und spielerischer Prozess. Beim Kochvorgang spielen Intuition, Vorstellungskraft und die geistige Haltung des Kochs eine wichtige Rolle.

Die Hitze des Kochens ist ein alchimistischer Vorgang, in dem die Speisen, zu leicht verdaulichen Lebensspendern werden.
Die Energie des Zubereitenden geht automatisch in das Essen über, daher ist ein mit Liebe gekochtes Essen, aus ayurvedischer Sicht eine wichtige Voraussetzung. In der ayurvedischen Küche wird bevorzugt mit Ghee = geklärter Butter gekocht.

Ebenso bedeutend sind die ayurvedischen Gewürze, die den Stoffwechsel anregen und die Speisen leichter verdaulich machen. Ein ayurvedisches Menü besteht immer aus allen Geschmacksrichtungen, die den Körper und die Sinne harmonisieren.
Die ayurvedische Küche ist bevorzugt eine vegetarische Küche, die aus verschiedenen Speisen, wie Hülsenfrüchten, Getreide und Gemüse besteht. Grundsätzlich wird im Ayurveda immer frei „nach Gefühl“ gekocht und weniger mit Küchenwaage und Messbecher.