Die Ayurveda-Küche/ Rezepte

Die ayurvedische Küche

Die ayurvedische Küche macht das tägliche Kochen zu einem freudvollen und sinnlichen Aspekt im eigenen Leben. Die Zubereitung der köstlichen, bunten und gesunden Speisen, ist ein kreativer und spielerischer Prozess. Beim Kochvorgang spielen Intuition, Vorstellungskraft und die geistige Haltung des Kochs eine wichtige Rolle.

Die Hitze des Kochens ist ein alchimistischer Vorgang, in dem die Speisen, zu leicht verdaulichen Lebensspendern werden.
Die Energie des Zubereitenden geht automatisch in das Essen über, daher ist ein mit Liebe gekochtes Essen, aus ayurvedischer Sicht eine wichtige Voraussetzung. In der ayurvedischen Küche wird bevorzugt mit Ghee = geklärter Butter gekocht.

Ebenso bedeutend sind die ayurvedischen Gewürze, die den Stoffwechsel anregen und die Speisen leichter verdaulich machen. Ein ayurvedisches Menü besteht immer aus allen Geschmacksrichtungen, die den Körper und die Sinne harmonisieren.
Die ayurvedische Küche ist bevorzugt eine vegetarische Küche, die aus verschiedenen Speisen, wie Hülsenfrüchten, Getreide und Gemüse besteht. Grundsätzlich wird im Ayurveda immer frei „nach Gefühl“ gekocht und weniger mit Küchenwaage und Messbecher.

Frühlingsgefühle

Der Frühling im Ayurveda

Mit dem ayurvedischen Frühlingsbeginn ab Ende Februar beginnt wieder die beste Zeit sich von diesen Schlacken  innerlich sowie auch äußerlich zu trennen.
Die Tradition, sich im Frühjahr vom inneren und äußeren Ballast zu befreien, finden wir nicht nur in der ayurvedischen Heilkunde, sondern auch die westliche Naturheilkunde empfiehlt Fastenkuren und Diäten.
Das Dosha Kapha dominiert und folglich kommt es zu einer Zunahme des „Kälteprinzips“. Kalt ist eine Kapha – Eigenschaft, diese regt die Schleimproduktion an und das Verdauungsfeuer wird dadurch geschwächt. Deshalb sollte die Ernährung vorwiegend der Entschlackung  und der Anregung des Verdauungsfeuers dienen.
Leichte und gekochte Speisen aus bitteren Gemüsen und anregenden Gewürzen bringen unseren Stoffwechsel wider so richtig auf Trab und schenken uns neue Vitalität und Leichtigkeit für Körper und Geist.
Ebenso wertvoll zur Entgiftung im Frühling  sind frische Salate, alle jungen Frühjahrsgemüse und Rohkost.
Die meisten Pflanzen, die bei uns im Frühjahr gedeihen, enthalten viele Bitterstoffe, sind zusammenziehenden Geschmacks und fördern so den Reinigungsprozess und regen den Stoffwechsel an.
Dazu gehören neben Salaten auch Wildgemüse (z.B. Löwenzahn, Brennessel usw.) und frische Kräuter.

 

Klassische Mungdal-Suppe

Zutaten:

1 Tasse Mung-Dal
1 EL Ghee
2 cm frischen Ingwer
1 TL Bockshornkleeblätter
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1 Prise Asafoetida
Steinsalz nach Bedarf
1/2 TL Kurkuma
5 Tassen warmes Wasser zum Ablöschen


Zubereitung:

Ghee in einem Topf erhitzen, Bockshornkleeblätter und gemörserte Kreuzkümmelsamen im Ghee vorsichtig anbraten und den zerkleinerten Ingwer
dazugeben. Mung-Dal in den Gewürzsud geben und kurz mit anbraten, Kurkuma und Asafoetida zufügen.
Mit der 5-7 fachen Menge warmen Wasser (je nach Konsistenzwunsch) ablöschen. Einmal kurz aufkochen lassen, nicht umrühren und dann auf kleinster Hitze köcheln lassen(je länger desto besser sind die Hülsenfrüchte verträglich).
Zum Ende erst wird die Suppe gesalzen und noch einmal etwas von den Bockshornkleeblättern zugefügt.
Vor dem Servieren können frischen Gartenkräuter in die Suppe gegeben werden.

Mung Dal ist ein Bestandteil der Ayurveda-Küche, besonders im Frühling. Mung-Dal ist die verträglichste Hülsenfrucht, ist ein großer Energielieferant und reingt den Darm von Altlasten aus. In der klassischen Panchakarma-Ayurveda-Kur steht Mung-Dal täglich auf dem Speiseplan. Mung-Dal beseitigt Schleim und reduziert Kapha.

Alle Gewürzzutaten sowie Mung-Dal bekommst Du bei uns in der Duburg-Apotheke.

Chicoree & Radicchio aus dem Ofen

Zutaten für 2 -3 Personen:

3 Chicoreestauden
1 kleiner Radicchio
1 Scheibe frischen Ingwer
1 Chilischote
150 ml Apfel- oder Traubensaft
3 El Ahornsirup
1 EL Sojasoße
3 EL Olivenöl
1/2 TL Senfsamen
1/2 TL Ajwain Königskümmel oder Thymian
etwas Pippali (Langpfeffer) und Steinsalz
1 Handvoll Walnüsse

Zubereitung:

Den Backofen auf 175° vorheizen. Den Chicoree waschen und den Stunk herausschneiden und den Chicoree längs vierteln. Den Radicchio waschen und den Salatkopf in Streifen schneiden. Beides in eine Auflaufform legen.
Ingwer schälen und Chilischote putzen. Beides in feine Streifen schneiden und über das Gemüse verteilen.
Aus Apfelsaft, Ahornsirup, Olivenöl, Sojasoße und den Gewürzen eine Marinade anrühren und über das Gemüse gießen. Die Walnüsse auf dem Gemüse verteilen und dann alles im Backofen ca. 30 Minuten backen.

Chicoree und Radicchio sind ideale Detox-Gemüse um Pitta und Kapha auszugleichen. Sie haben einen reduzierende Wirkung auf denGewebsstoffwechsel durch den herben Geschmack und kühlender Potenz. Sie zählen zu den Basen-Gemüsearten und helfen bei der Entsäuerung und der katabolen Stoffwechselaktivität. In der Detox-Küche immer in gegarter Form.

Rote Bete aus dem Ofen

Zutaten:

4 Rote / Gelbe Bete-Knollen
2 EL Olivenöl
1/2 Tl Ajwainsamen
1/2 TL Thymian
1/2 TL Rosmarinnadeln
etwas Steinsalz und Pippali (Langpfeffer) oder schwarzen Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Rote Bete mit der Gemüsebürste abbürsten und in dünne Scheiben schneiden.
In eine Auflaufform oder ein Backblech nebeneinander legen und mit Olivenöl versehen. Die Kräuter und Gewürze darüber streuen und in den Backofen bei ca.180° ca. 20 Minuten backen. Gerne frische Kräuter darüber geben und etwas gekochten Basmatireis dazu reichen.
 
Rote Bete zählt auf der Detox-Liste zu den Favoriten. Das Wurzelgemüse zeichnet sich durch seine basischen und eisenhaltigen Wirkstoffe aus und wirkt laut Ayurveda entsäuernd, blutaufbauend, hauttherapeutisch, stuhllockernd und leicht abführend.

Agnitrunk vor dem Essen zum Entfachen des Verdauungsfeuers

Zutaten:

  • Kreuzkümmel
  • Koriander
  • Ingwerwasser
  • frischer Ingwer
  • Spritzer frische Zitrone
  • Salz, Zucker
  • Frische Kräuter: Dill, Petersilie, Koriander geschnitten
  • weißer Traubensaft

Zubereitung:

Gewürzsamen in der trockenen Pfanne anrösten, dann mörsern.

Ingwerwasser in einen Topf geben, alle Zutaten außer Traubensaft dazugeben und 10 Minuten aufkochen lassen. Den Sud absieben (Kräuter), in ein großes Glas geben und mit weißem Traubensaft auffüllen.

Dieser Cocktail wird vor dem Essen getrunken, um das Agni=Verdauungsfeuer zu entfachen.

 

Reissüppchen mit frischen Kräutern

Zutaten:

4 EL Reisflocken
1 EL Ghee
1/2 TL Methiblätter
1/4 TL Kreuzkümmelsamen
1/4 TL Kurkuma
700 ml Ingwerwasser (aufgekochtes Wasser mit frischem Ingwer 10 Minuten)
1 Bund frische Kräuter z.B. Basilikum, Dill, Estragon
1/4 TL Paprika edelsüß
1 Msp. Trikatu (Gewürzmischung: „Die drei Scharfen“)
Steinsalz

Für das Topping:

in Sojasoße geröstete Sonnenblumenkerne ( Sonnenblumenkerne trocken in einer Pfanne anrösten und mit etwas Sojasoße ablöschen und eintrocknen lassen, bis sie knusprig sind)

Zubereitung:

Reisflocken trocken in einem Topf leicht anrösten. Ghee hinzufügen und die Trockengewürze andünsten (gemörserte Kreuzkümmelsamen, Methiblätter, Kurkuma).
Mit Ingwerwasser ablöschen und zum Kochen bringen. 10 - 15 Minuten einkochen lassen.
Die frischen Kräuter waschen, trocken schleudern und grob hacken. Kräuter mit dem Paprikapulver, Trikatu und Salz in die Suppe geben und noch einmal leicht aufkochen lassen.
Suppe pürieren und mit dem Topping und etwas frischen Kräutern anrichten.

Minz-Chutney

Zutaten:

  • 2 Bund frische Minze
  • 1 grüne Chilischote
  • 1 Tomate
  • 1 EL Naturjoghurt
  • Koriander gemahlen
  • brauner Zucker
  • Steinsalz
  • Olivenöl
  • Kurkuma
  • Pippali, langer Pfeffer

Zubereitung:

Die Minzblätter pflücken, waschen und in der Salatschleuder trocknen. Chili entkernen und alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben. Das fertige Chutney ist ein erfischender, kühlender Dip für Gemüse, sowie Fleischgerichte.

Ziegenfrischkäse mit Bärlauch

Zutaten:

  • 70g Pekannüsse, alternativ Cashewkerne
  • 1-2 rote Chilischoten
  • Pippali, langer Pfeffer
  • 40g Bärlauch, alternativ Ruccola
  • 1 Bio-Limette
  • 300g Ziegenfrischkäserolle

Zubereitung:

Pekannüsse in einer Pfanne anrösten. 8 Nüsse beiseite legen und die restlichen grob hacken. Chilischoten längs halbieren, putzen, waschen und fein hacken.

Den Bärlauch waschen und trocken tupfen. 8 Bärlauchblätter beiseite legen, die restlichen fein hacken. Die Limette heiß waschen, trocken reiben und die Schale dünn abraspeln. den Ziegenfgrischkäse mit gehacktem Bärlauch, Pippali, Chili, Limettenschale und den gehackten Pekannüssen verrühren.

Die Käsemasse in 8 Portionen teilen und etwas formen. Jeweils mit einem Bärlauchblatt umwickeln und mit einer Pekannuss garnieren.

Dazu passen frische Chapatis.