Die Ayurveda-Küche/ Rezepte

Die ayurvedische Küche

Die ayurvedische Küche macht das tägliche Kochen zu einem freudvollen und sinnlichen Aspekt im eigenen Leben. Die Zubereitung der köstlichen, bunten und gesunden Speisen, ist ein kreativer und spielerischer Prozess. Beim Kochvorgang spielen Intuition, Vorstellungskraft und die geistige Haltung des Kochs eine wichtige Rolle.

Die Hitze des Kochens ist ein alchimistischer Vorgang, in dem die Speisen, zu leicht verdaulichen Lebensspendern werden.
Die Energie des Zubereitenden geht automatisch in das Essen über, daher ist ein mit Liebe gekochtes Essen, aus ayurvedischer Sicht eine wichtige Voraussetzung. In der ayurvedischen Küche wird bevorzugt mit Ghee = geklärter Butter gekocht.

Ebenso bedeutend sind die ayurvedischen Gewürze, die den Stoffwechsel anregen und die Speisen leichter verdaulich machen. Ein ayurvedisches Menü besteht immer aus allen Geschmacksrichtungen, die den Körper und die Sinne harmonisieren.
Die ayurvedische Küche ist bevorzugt eine vegetarische Küche, die aus verschiedenen Speisen, wie Hülsenfrüchten, Getreide und Gemüse besteht. Grundsätzlich wird im Ayurveda immer frei „nach Gefühl“ gekocht und weniger mit Küchenwaage und Messbecher.

Frühjahrsputz & Frühsommer - eine Übergangszeit

Frühjahrsputz & Frühsommer - eine Übergangszeit

Ayurvedisch gesehen befinden wir uns vom 22.April bis Ende Juni  im Frühsommer - Grishma Ritu genannt.
Es ist immer noch Zeit für deine Frühjahrskur. (ca. bis Mitte Mai )
Eine „grüne“ Ernährungsweise trägt zu deiner Gesunderhaltung bei.
Denke daran, die Geschmacksrichtung bitter bringt dich aus der Kapha-Schwere des Frühlings in die Leichtigkeit des Frühsommers….Sommers.
Vom Schweren in die Leichtigkeit- da wollen wir hin! Auch auf emotionaler Ebene.

Nutze die frischen Kräuter, die das Frühjahr hervorbringt.
Je weiter das Jahr voranschreitet, um so strahlender und intensiver wird die Sonne.
Alles erblüht und sprießt. Dies kann zu Hautausschlägen oder brennenden Augen durch das beginnende Pitta oder zu Frühjahrs-Allergien führen.
Jetzt in dieser Übergangsphase vom Frühling zum Frühsommer geht es noch immer darum unser Agni - Verdauungsfeuer leicht anzuregen, aber auch das langsam aufkommende Pitta zu besänftigen.

Grüner Spargel aus der Pfanne


Zutaten:

1 Bund grüner Spargel
1 EL Sesamöl
1 ELOlivenöl
1 Messerspitze Kurkuma
1/4 TL gemahlener Koriander
1 Frühlingszwiebel
1 rote Paprikaschote
1 Messerspitze Trikatu („Die drei Scharfen“ -ayurvedische Gewürzmischung)
Steinsalz
etwas Sojasoße
1 Prise brauner Zucker
1 TL Sesamsamen
frischer Koriander oder andere frische Kräuter (Dill, Basilikum)


Zubereitung:

Sesamsamen trocken in der Pfanne anrösten und beiseite stellen.Den Spargel waschen und die harten Enden abschneiden
Das Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Spargelstangen darin 2 Minuten anbraten. Den Spargel wenden und die Hitzezufuhr reduzieren. Mit Kurkuma und Koriander würzen, mit etwas Sojasoße & einer Prise braunen Zucker ablöschen und die Pfanne mit einem Deckel abdecken, 5 Minuten garen.
In der Zwischenzeit Frühlingszwiebel waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Paprika waschen putzen und würfeln.
Olivenöl in einem separaten Topf geben, erhitzen und Frühlingszwiebeln sowie Paprikaschoten darin anschmoren - ohne Deckel 5 Minuten anbraten.
Spargel auf einem Teller anrichten mit dem Gemüsetopping und mit Trikatu, Steinsalz würzen und die gerösteten Sesamsamen darüber geben. Etwas Olivenöl auf das Gericht träufeln.

Spargel aus ayurvedischer Sicht wirkt mit seiner kühlen, feuchten und süß-herben Qualität, Pitta reduzierend.

Spargelgemüse in Curry-Rahm

Zutaten
500 g Stangenspargel
2 Zwiebelschlotten
1 TL Vollrohrzucker
1⁄2 Zitrone
1 EL Ghee
1 EL Reismehl
6 EL süße Sahne
1⁄2 TL Sojasoße
1⁄4 TL Kurkuma
1⁄4 TL Kreuzkümmelsamen
1⁄4 TL Koriandersamen gemahlen
6-8 Safranfäden und frischen Kerbel

Zubereitung

Den Stangenspargel schälen und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Diese in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Zucker und Zitrone zufügen und den Spargel darin weich dünsten.
Das Ghee in einem Topf erhitzen und den Kreuzkümmel darin anrösten, die gehackten Zwiebelschlotten hinzufügen und anbräunen.
Reismehl, Safran, Koriander, Kurkuma und Sahne mit 1,5 Tassen des Spargel-Kochwassers verrühren. Zu den angebratenen Zwiebelschlotten geben. Kurz aufkochen lassen, damit sich die Soße bindet.
Den Spargel vom überschüssigen Kochwasser befreien, die helle Soße über den gekochten Spargel geben und mit frischem Kerbel abschmecken. Je nach Geschmack kann auch noch etwas Salz (für vata), Basilikum (für pitta) oder Pfeffer (für kapha) zugefügt werden.
 

Klassische Mungdal-Suppe

Zutaten:

1 Tasse Mung-Dal
1 EL Ghee
2 cm frischen Ingwer
1 TL Bockshornkleeblätter
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1 Prise Asafoetida
Steinsalz nach Bedarf
1/2 TL Kurkuma
5 Tassen warmes Wasser zum Ablöschen


Zubereitung:

Ghee in einem Topf erhitzen, Bockshornkleeblätter und gemörserte Kreuzkümmelsamen im Ghee vorsichtig anbraten und den zerkleinerten Ingwer
dazugeben. Mung-Dal in den Gewürzsud geben und kurz mit anbraten, Kurkuma und Asafoetida zufügen.
Mit der 5-7 fachen Menge warmen Wasser (je nach Konsistenzwunsch) ablöschen. Einmal kurz aufkochen lassen, nicht umrühren und dann auf kleinster Hitze köcheln lassen (je länger desto besser sind die Hülsenfrüchte verträglich).
Zum Ende erst wird die Suppe gesalzen und noch einmal etwas von den Bockshornkleeblättern zugefügt.
Vor dem Servieren können frischen Gartenkräuter in die Suppe gegeben werden.

Mung Dal ist ein Bestandteil der Ayurveda-Küche, besonders im Frühling. Mung-Dal ist die verträglichste Hülsenfrucht, ist ein großer Energielieferant und reingt den Darm von Altlasten aus. In der klassischen Panchakarma-Ayurveda-Kur steht Mung-Dal täglich auf dem Speiseplan. Mung-Dal beseitigt Schleim und reduziert Kapha.

Alle Gewürzzutaten sowie Mung-Dal bekommst Du bei uns in der Duburg-Apotheke.

Gefüllte Mangoldpäckchen

Zutaten:

10 große Mangoldblätter
1 Möhre
2 Tl Ghee
50g Bulgur
1 TL Vata-Balance-Gewürzmischung
200 ml Ingwerwasser
1 Bund Petersilie oder Koriander
1 EL Berberitzen
1 Msp. Trikatu - Gewürzmischung
1 Msp. Tamarinde
100 ml Ingwerwasser
Steinsalz
Ghee für die Auflaufform


Zubereitung:

Den Mangold waschen, putzen, Stiele von den Blättern trennen.
Wasser aufkochen und alle Mangoldblätter einzeln darin blanchieren.
Blätter herausnehmen und abtropfen lassen, auslegen.

Füllung: 3-4 Mangoldstiele in kleine Würfel schneiden.
Geschälte Möhre fein raspeln. Ghee in einem Topf erhitzen Bulgur mit Vata-Gewürzmischung anrösten. Möhrenraspel und zerkleinerte Mangoldstiele hinzufügen, salzen und mit Ingwerwasser aufgießen. Aufkochen lassen und 10 Minuten weiter köcheln bei schwacher Hitze. Backofen auf 170° vorheizen.Auflaufform mit Ghee ausstreichen. Petersilie alternativ Koriander fein hacken und mit den Berberitzen unter die Füllung mischen. Mit Trikatu und Tamarinde würzen. Auf jedes Mangoldblatt mittig 1-2 EL Füllung geben. Die Blattseiten übereinander legen und bis zum Stielansatz aufrollen.
Mit Zahnstochern fixieren oder mit einem Band dieses Päckchen umwickeln. Die Mangoldpäckchen in die gefettete Auflaufform legen, Ingwerwasser hinzufügen und 15 Minuten backen. Die übrig gebliebene Füllung als Beilage essen und evtl. noch einen köstlichen Dipp dazu reichen.

Zucchinibratlinge

 

Zutaten für 4 Portionen:

2 Zucchini
1 mehligkochende Kartoffel
1 Scheibe frischen Ingwer
Steinsalz
1 Msp. Asafoetida
1/2 TL Ajwainsamen oder Thymian
1/2 TL Koriandersamen
1/4 TL Methiblätter (Bockshornkleeblätter)

1 TL Schwarzkümmel
1/2 TL gemahlener Rosmarin
ca. 250g Kichererbsenmehl
Ghee zum Ausbacken

Zubereitung:

Die Zucchini waschen und putzen, die Kartoffel schälen und beides auf einem Gemüsehobel fein raspeln. Ingwer schälen und ebenfalls fein raspeln.
Die Gewürze (Gewürzsamen mörsern) und das Kichererbsenmehl zu den Raspeln geben und alles zusammen zu einem Teig verkneten. Den Teig ca. 15 Minuten durchziehen lassen. Falls die Masse noch nicht gut genug bindet, kann noch mehr Kichererbsenmehl hinzugefügt werden.
Ghee in einer schweren Pfanne erhitzen. Aus der Gemüsemasse mit einem Eisportionierer oder 2 Löffeln Taler formen und diese in Ghee beidseitig ausbacken.

Gemüsebratlinge sind eine willkommene Abwechslung im Detox Speiseplan, der ja viele Suppen enthält und überwiegend breiig ist. Zucchini stärkt den Geist und stabilisiert das Nervensystem. In der Ayurveda-Heilkunde wird Zucchini explizit gegen Burn-out und mentale Erschöpfung empfohlen.

Chicoree & Radicchio aus dem Ofen



Zutaten für 2 -3 Personen:

3 Chicoreestauden
1 kleiner Radicchio
1 Scheibe frischen Ingwer
1 Chilischote
150 ml Apfel- oder Traubensaft
3 El Ahornsirup
1 EL Sojasoße
3 EL Olivenöl
1/2 TL Senfsamen
1/2 TL Ajwain Königskümmel oder Thymian
etwas Pippali (Langpfeffer) und Steinsalz
1 Handvoll Walnüsse

Zubereitung:

Den Backofen auf 175° vorheizen. Den Chicoree waschen und den Stunk herausschneiden und den Chicoree längs vierteln. Den Radicchio waschen und den Salatkopf in Streifen schneiden. Beides in eine Auflaufform legen.
Ingwer schälen und Chilischote putzen. Beides in feine Streifen schneiden und über das Gemüse verteilen.
Aus Apfelsaft, Ahornsirup, Olivenöl, Sojasoße und den Gewürzen eine Marinade anrühren und über das Gemüse gießen. Die Walnüsse auf dem Gemüse verteilen und dann alles im Backofen ca. 30 Minuten backen.

Chicoree und Radicchio sind ideale Detox-Gemüse um Pitta und Kapha auszugleichen. Sie haben einen reduzierende Wirkung auf denGewebsstoffwechsel durch den herben Geschmack und kühlender Potenz. Sie zählen zu den Basen-Gemüsearten und helfen bei der Entsäuerung und der katabolen Stoffwechselaktivität. In der Detox-Küche immer in gegarter Form.

Frischer Blattspinat an einer Joghurt-Rosinen-Sosse

Zutaten :


500g frischer Blattspinat
4 EL Rosinen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Ghee
2 Frühlingszwiebeln oder 1 Stange Lauch
200g griechischer Joghurt
½ TL Kreuzkümmel, gemörsert
Safranfäden
frische Minze & frischer Koriander
Salz und Pfeffer


Zubereitung :

Den Spinat gründlich waschen und putzen. Die Rosinen in warmen Wasser Einweichen.Kreuzkümmel mörsern und in das heiße Ghee geben, danach Zwiebel, Lauch und Knoblauch schälen, würfeln und auch im heißen Ghee anbraten. Den Spinat zugeben und solange mitdünsten, bis er zusammengefallen ist und etwas abkühlen lassen. Die Safranfäden anmörsern und dann in warmen Wasser auflösen lassen. Die Safranlösung, den Joghurt, die abgetropften Rosinen unter den noch warmen Spinat heben und mit Salz, Pfeffer, Koriander und Minze abschmecken.

Agnitrunk vor dem Essen zum Entfachen des Verdauungsfeuers

Zutaten:

  • Kreuzkümmel
  • Koriander
  • Ingwerwasser
  • frischer Ingwer
  • Spritzer frische Zitrone
  • Salz, Zucker
  • Frische Kräuter: Dill, Petersilie, Koriander geschnitten
  • weißer Traubensaft

Zubereitung:

Gewürzsamen in der trockenen Pfanne anrösten, dann mörsern.

Ingwerwasser in einen Topf geben, alle Zutaten außer Traubensaft dazugeben und 10 Minuten aufkochen lassen. Den Sud absieben (Kräuter), in ein großes Glas geben und mit weißem Traubensaft auffüllen.

Dieser Cocktail wird vor dem Essen getrunken, um das Agni=Verdauungsfeuer zu entfachen.